Vor einigen Wochen hatte ich hier bereits meine „offizielle“ Kandidatur veröffentlicht. Heute startet jedoch eine kleine Social Media Kampagne und damit du auch verstehst, was ich da eigentlich meine, gibt’s hier die Erklärung zu den Posts:

Politisch ausrasten – das ist das Motto des Wahlkampfes zur dritten Jugendparlamentswahl. Und politisch ausgerastet bin ich schon oft, mit über 90 Anträgen, die im Jugendparlament von mir kamen. Das ist mehr als jeder Vierte.

Stadtentwicklung – der Nerventod des durchschnittlich-männlichen Autofahrers. Was für manche im Alltag als störend empfunden wird, kann ich nur feiern und vorantreiben so gut es geht: in einer wachsenden Stadt ist es wichtig, dass auch das Stadtbild sich entwickelt.

Nahverkehr ist eins der am häufigsten besprochenen Themen – unter der Bürger*innenschaft, im Jugendparlament und im Stadtrat. Ich wirke seit Jahren kontinuierlich für günstigeren, besser ausgebauten und vorrangig unterstützen ÖPNV – langfristig auch für ein Bürger*innen-Ticket. Primär ist aber wichtig, dass der Nahverkehr dermaßen attraktiv wird, dass die Verkehrswende auch ohne „Geschenke“ möglich wird.

Wenn von „Digitalisierung“ die Rede ist, denken viele gleich im großen Stil. Langfristig zurecht, aber hier in der kleinsten Einheit unserer Demokratie, können wir Grundstein legen. Ein guter Schritt wäre zum Beispiel die papierlose Arbeit von Stadtrat und Beiräten sowie Ausschüssen zu befördern. Ein kleiner, aber effektiver Schritt – auch für die Umwelt!

PS: Nein, ich habe nichts mit der FDP zu tun. Das ist ja wohl offensichtlich.

Kommunalpolitik ist sexy! Das propagiere und lebe ich seit Jahren. Für mich steht dabei immer die Nähe zum Diskurs-Thema im Vordergrund; Egal, worüber man spricht, hat man immer die gleiche Basis der gemeinsamen Stadt und dem Interesse daran, sie zu verbessern.

Um für eine lebenswerte Zukunft zu kämpfen, bin ich zu jeder Tages- und Nachtzeit in Vereinen, Organisationen und Bewegungen aktiv. Vom Jugendparlament über den Städtepartnerschaftsverein Leipzig-Addis Abeba bis hin zu #FridaysForFuture. Mein Einsatzgebiet ist vielfältig.

Freiräume – das ewige Mantra aller Menschen, die jemals für oder mit Jugendlichen gearbeitet haben. Denn immer wieder stößt man bei diesem Punkt an Grenzen. Egal, ob das nun Freiräume für kreative Ideen oder intellektuelle Meisterleistungen ist oder schlichtweg zum Feiern (Stichwort: Partyfreifläche), überall fehlt es an Freiräumen. Deshalb stehe ich dafür, in einer wachsenden Stadt, den Platz für Jugendliche (aber auch alle anderen Altersgruppen) zu bewahren und zu vergrößern.

„Das ist doch verboten!“, magst du jetzt denken – und das ist richtig. Ich bin jedoch der Überzeugung, dass (absichtlich) nicht genutzte und verfallende Immobilien der Allgemeinheit zur Verfügung stehen sollten. Nicht nur weil es in manchen Fällen die besten Freiräume sind, sondern auch um übermäßiger Spekulation mit Objekten entgegenzuwirken. Ferner bin der Überzeugung, das bei mehrfacher Weigerung, eine Immobilie in Stand zu halten eine Enteignung möglich sein sollte.

Um gleich allen mit Schnappatmung den Wind aus den Segeln zu nehmen: Nein, ich stehe nicht für „die wahre“ oder „die einzige“ Jugendbeteiligung, aber für echte. Seit Jahren versuche ich mit verschiedenen im Jugendparlament umgesetzten Formaten wie „Wie wollen wir in Leipzig leben?“ oder den Arbeitstreffen einen direkten und beständigen Kontakt mit den Leipziger Jugendlichen zu schaffen und sie dabei niedrigschwellig in unsere teils sehr komplexe Arbeit einzubinden, so gut es geht.

Jap, auch das ist illegal. Und jap, dieses Bild sollte ich nicht so leichtfertig irgendwo posten, aber doch: Ich stehe für’s Kiffen!

So mancher schlaue Fuchs mag jetzt fragen „Aber wie denn auf kommunaler Ebene?“ Und die Antwort ist so simpel wie genial: Es muss Drogenfreiräume geben und damit sind nicht irgendwelche halbgaren Zonen der Anarchie gemeint, sondern kontrollierte Gebiete, in denen der Drogenkonsum teilweise erlaubt ist und möglicherweise auch unter ärztlicher Aufsicht steht. Wir können nicht verhindern, dass Menschen Drogen nehmen, aber wir können alles dafür tun, dass ihr Leben so normal wie möglich verläuft.

Was denkst du wie all das hier entsteht? Oder der Content für’s Jugendparlament? Oder die geilen Flyer? Am Laptop (wahlweise auch am Handy oder Tablet, je nach dem, was grad den meisten Akku hat). Es ist nicht besonders populär, aber heutzutage findet ein großer Teil unserer Arbeit hinter Bildschirmen statt. Hinter diesem Bild steht keine Forderung sondern meine Bereitschaft das (weiterhin) Tag und Nacht zu machen.

Okay, das Bild ist eventuell nicht am Cossi entstanden, aber die Message stimmt: Ich will Leipzigs Umland und Außenbezirke als Naherholungsgebiete erhalten oder auszubauen.

Das Wasser und explizit die Seenlandschaft um uns herum steht dabei sinnbildlich dafür, dass wir es schaffen können auch tot geglaubte Ecken Leipzigs wieder mit Leben zu erfüllen. Wir lassen niemanden hängen!

Hast du dich schon mal gefragt, ob wir uns in 20 Jahren immer noch so fortbewegen wie heute? Oder in 50 Jahren? Ich frage mich das oft und versuche immer wieder mit verschiedenen Akteur*innen Lösungsansätze zu finden. Denn wenn wir jetzt nicht die richtigen Weichen für eine Mobilität der Zukunft stellen, dann verpesten uns in 20 Jahren vielleicht immer noch die prolligen SUVs die Stadt. Muss ja nicht sein.

Und besonders wichtig: Immer schon intelligent auf Bildern gucken.

Was soll ich noch groß dazu erklären? Ich probiere mich immer wieder neu und interessiere mich auch mittlerweile für so ungefähr JEDES Thema. Das nehme oder bringe ich natürlich sowohl inhaltlich als auch methodisch ins Jugendparlament mit.

Klingt komisch: Antikapitalismus in der Kommunalpolitik, aber das geht. Städtische Unternehmen sollten beispielsweise nicht unter finanziellem Druck stehen, damit beispielsweise die LVB günstige Preise und ein vernünftiges Netz zur Verfügung stellen kann. Das gilt natürlich auch für die Stadtwerke.

Bist du schon mal fast vom Rad geflogen, weil du einem Lieferdienst ausweichen musstest oder weil irgendein Feuerwehrauto meint, grade hier ein Feuer löschen zu müssen? Das ist immer wieder ärgerlich!

Aber einfach so den Fahrer*innen die Schuld geben ist auch nicht richtig, denn in einer engen Stadt unter Zeitdruck zu bestimmten Orten zu kommen erfordert nun mal eine gewisse Toleranz gegenüber der StVO – zumindest solange keine Alternativen geschaffen sind. Aber das versuche ich.

Ich bekomme vermutlich die Tage Post aus Russland dafür, dass ich Fotos vor ihrem Konsulat Fotos gemacht habe. Naja, andere Länder, andere Sitten.

Tatsächlich fasziniert mich aber genau das und ich setze mich seit Jahren dafür ein, dass wir einen starken interkulturellen Austausch mit unserer Partner- und Freundesstädten pflegen. Und bevor du fragst: Jap, er gibt einen Unterschied zwischen Städtepartnerschaften und Städtefreundschaften.

Diktatur? Nicht so sexy!

Diktatur des Proletariats? Slightly outdated.

Diktatur der Jugend? Der neue, heiße Scheiß!

Ich bin der Überzeugung, dass Jugendliche mehr an unserer Demokratie (ja, daran halte ich fest) teilhaben sollten. Bisher haben Beteiligungsverfahren nur positive Auswirkungen auf politische Entscheidungen bewiesen. Es ist unsere Zukunft über die teilweise ohne unsere Meinung entschieden wird – daran muss sich etwas ändern!

Als Geschichtsstudent liebe ich Leipzig auch wegen seiner verstaubten Seite. Als eine Stadt mit so tiefgreifender Vergangenheit und als eine Stadt, die so oft eine entscheidende Rolle in teils weltpolitischen Entscheidungen getroffen hat, sollten wir diese Geschichte, die man heute noch in unserer Stadt nachempfinden kann noch besser an die Leipziger Schüler*innen bringen. Deshalb stehe ich für enge Kooperationen mit dem Stadtgeschichtlichen Museum, um in gemeinsamen Projekt, Leipzig von seiner „alten Schönheit“ zu überzeugen.

Ein Thema, was spätestens seit der DSGVO so undurchschaubar geworden ist, dass man selbst für einen E-Mail-Verteiler drei Formulare dabei hat – sicherheitshalber.

Aber das ist nicht der Zweck von Datenschutz, sondern dafür zu sorgen, dass nur die Daten von Leuten gespeichert werden, die auch wirklich benötigt werden – und, dass nicht jeder Quadratmeter in Leipzig verwanzt ist.

Naja, ehrlicherweise stehe ich für gut erklärte Straßennamen und gute Straßennamen. Einerseits gibt die Stadt den Straßen nämlich tolle Namen mit wirklich bedeutsamen Hintergründen, andererseits verschweigt sie uns aber auch genau diese. Aber dank mir nicht mehr: Das Straßenverzeichnis mit Erklärung aus dein 1990ern wurde dank mir wieder zur Verfügung gestellt und stückweise aktualisiert und in nicht allzu ferner Zukunft auch als Anwendung verfügbar sein.

Die Zielgruppe für diesen Witz ist vermutlich kleiner als das Saarland. Genau deswegen mache ihn – extra für euch, Leute.

Wenn du ihn nicht verstehst, ist das nicht so schlimm. Komm einfach mal in unserer WG vorbei, dann verstehst du alles.